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HAPPY DOG Adult Medium fit & well versus B.A.R.F.

Im Zuge der industriellen Futterherstellung wird dem Hundehalter immer wieder erklärt, dass nur die Futterindustrie in der Lage ist, gesundes und ausgewogenes Futter herzustellen. Dem Hundehalter traut man eine gesunde Ernährung seines Haustieres nicht zu, versucht er es dennoch würde dies zwangsläufig zu einer Über- bzw. Unterversorgung von Nährstoffen und Vitaminen führen.

 

Es gilt in der Industrie sogar die Annahme, daß der Hauptbestandteil der natürlichen Nahrung des Hundes, also rohe fleischige Knochen und Fleisch, grundsätzlich der Gesundheit des Hundes schaden. Hier werden Züchter gesponsort, schöne Verpackungen entworfen, Welpenstarterpaketchen verschenkt, Milliarden in Werbung investiert...

Und das alles nur, um Ihnen lieber Hundehalter, die Lüge vorzugaukeln, die Fertigfuttermittelindustrie wäre tatsächlich schlauer als Mutter Natur. Sie könne das besser als jahrtausende lange Evolution und Anpassung. Gemessen an dem erhöhten Anstieg der sogenannten Zivilisationskrankheiten beim Hund welcher einherging mit der Einführung der bunten Tüten und Dosen, wird es klar daß industriell hergestellte Fertigfuttermittel nicht besser sind und in manchen Fällen sogar nachweislich Krankheiten aufgrund von Fehl- und/oder Giftfütterung beim Hund hervorrufen können - je nachdem wie profitabel die bunte Tüte oder Dose sein soll.

 

Ich lade jeden Hundehalter dazu ein, sich selbst ein Bild zu machen und sich die notwendigen Informationen zur Ernhärung seines Haustieres anzueignen. In jedem Fall sollte der Halter wissen was er seinem Hund zum Fressen in den Napf gibt, denn der Hund kann sich in unserer Gesellschaft keine natürlichen Nahrungsresourcen erschließen und ist daher vollkommen abhängig davon, daß sein Halter über das notwendige Wissen seiner Ernährungsanforderungen verfügt.

 

Hier stellen wir Ihnen nach und nach Erläuterungen zu Fertigfuttermittel-Deklarationslisten vor und stellen diese der natürlichen Ernährung des Hundes - wie mit B.A.R.F. nachempfunden - gegenüber. So können Sie selbst entscheiden.

Die Wahl auf dieses Fertigfutter fiel willkürlich. Wir hätten auch jeden namhaften Futtermittelherstelelr wählen können.

 

Auf der Happy Dog Webseite veröffentlichte Inhaltsstoffe / Zusammensetzung des Trockenfutters Adult Medium Fit & Well:


Mais, Geflügelfleischmehl, Reismehl, Grieben, Lammfleischmehl, Fischmehl, Geflügelfett, Rinderfett, Hämoglobin (getrocknet), Leberhydrolisat, Rübenmelasseschnitzel, Sonnenblumenöl (0,75%), Apfeltrester (getrocknet) (0,7%), Volleipulver, Natriumchlorid, Hefe (getrocknet), Kaliumchlorid, Rapsöl (0,25%), Gerste (fermentiert) (0,2%), Meeresalgen (getrocknet) (0,15%), Leinsamen (0,15%), Artischocke, Löwenzahn, Ingwer, Birkenblätter, Brennnessel, Salbei, Koriander, Rosmarin, Thymian, Süßholzwurzel, Muschelfleisch (getrocknet) (0,01%), Kamille, Ulmenspierkraut, Bärlauch. (Kräuter gesamt: 0,14%)

Analytische Bestandteile*:

Rohprotein

24,0%

Rohfett

12,0%

Rohfaser

2,5%

Rohasche

6,0%

Kohlenhydrate

47,5%

Calcium

1,25%

Phosphor

0,8%

Natrium

0,3%

Kalium

0,4%

Omega-6 Fettsäuren

2,4%

Omega-3 Fettsäuren

0,25%

*sonstige Zusatzstoffe siehe Website von Happy Dog

Grundsätzlich gilt bei der Futtermitteldeklaration: Bei den Inhaltsstoffen werden die einzelnen Zutaten in absteigender Reihenfolge je nach Mengenanteil im Futter aufgeführt.


Da Trockenfleisch die dehydrierte Form des Fleisches ist, sollte der Mindestanteil im Trockenfutter zu mindestens 30% bestehen. Verwendet man Frischfleisch, sollte der tierische Anteil zu mindestens 70% bestehen. Die bei Happy Dog aufgeführten Inhaltsstoffe geben uns also keine Information wie hoch der Prozentsatz des Fleischmehls in diesem Futter ist.

 

Wir können aus der Deklaration der Inhaltsstoffe lediglich ableiten das das Futter zum größten Teil aus Mais besteht. Auch die Angabe nach dem gesetzlich vorgeschriebenen Weender Analyseverfahren von 24% Rohprotein geben keinen Hinweis darauf ob der Proteinanteil aus tierischen oder pflanzlichen Quellen stammt. Ein zu hoher pflanzlicher Proteinanteil ist für den Hund nur schwer verdaulich und kann sogar Nierenschäden herbeiführen, oder Allergien auslösen.

 

Vergleicht man den in diesem Trockenfutter angegebenen Proteinanteil nun mit der natürlichen Nahrung, also frisches Fleisch und Knochen, so ergibt sich eine Diskrepanz:

  • Putenfleisch frisch hat einen Proteinanteil von 17%
  • Rindfleisch frisch (gemischt Herz/Backe/Leber/Niere) hat einen Proteinanteil von 18.7%

Die Erläuterung der einzelnen Inhaltsstoffe

Mais

Mais

Stellt an erster Stelle den Hauptbestandteil dieses Hundefutters dar. Mais ist ein glutenfreies Getreide. Doch Caniden sind keine Getreidefresser! Im Gegenteil, Getreide gilt als hauptsächlicher Allergieauslöser bei Hunden. Allerdings ist Mais natürlich günstiger als Fleisch.

 

Dr. Udo Ganslosser, Priv.Doz. für Zoologie am Zool. Institut und Museum der Univ. Greifswald, erklärt zum Mais das dieser die Hunde nachweislich depressiv macht. Die Maisstärke enthält ein Enzym das die natürliche körpereigene Bildung von Serotonin verhindert. Serotonin hat eine starke Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Ein Serotoninmangel verursacht depressive Verstimmungen und kann sogar zu Angst und impulsiver Aggression führen. Daher ist bei ängstlichen, unsicheren, oder latent aggressiven Hunden unbedingt von einer Maisfütterung abzuraten.


Aber auch bei einem vor Selbstsicherheit strotzenden Hund mit überschwenglicher, vielleicht sogar etwas hibbeliger Verhaltensweise, stellt sich die Frage ob ich mir diesen Hund depressiv füttern muss? Ein guter Hundetrainer wäre hier vermutlich für eine fairere Herangehensweise. Bei der Umstellung auf Rohfütterung und einem Verzichts auf Mais im Hundefutter, wird häufig von einer auffälligen Gemütsaufhellung der Hunde gesprochen.

Geflügelfleischmehl

Fleisch von jeglicher Geflügelart, getrocknet und gemahlen. Jegliches Trocknen entspricht nicht mehr dem natürlichen Futtermittel und hat Auswirkungen auf einen natürlichen Wasserhaushalt des Hundes. Der Anteil dieses tierischen Anteils bleibt ungewiss, er liegt aber gewiss unter dem Maisanteil.

Reismehl

Reis zählt zu den glutenfreien Getreidearten. Reismehl entsteht beim Polieren des Reises und ist ein feines Mehl, welches aus normalem Langkornreis hergestellt wird. Reismehl wird vorwiegend als Bindemittel verwendet, so kleben die Pellets besser zusammen.

Grieben

Abfallprodukt aus der Talgproduktion - hautsächlich gemahlene Rinderhaut aus der das Fett ausgelassen wurde.

Lammfleischmehl

Lammfleisch ohne Nebenerzeugnisse getrocknet und gemahlen. Der Prozentanteil dieses Lebensmittels im Futter bleibt leider ungewiss, liegt aber gewiss unter dem Getreideanteil.

Fischmehl

Fischnebenerzeugnisse (Innereien, Flossen, Kopf, Gräten) getrocknet und gemahlen. Hier wurde also kein hochwertiges Fischfleisch verarbeitet.

Geflügelfett und Rinderfett

Hühnerfett ist leicht verdaulich und enthält einem hohen Gehalt von 30% essentielle Fettsäuren. Rinderfett (Talg), enthält im Vergleich dazu nur etwa 3-5% essentielle Fettsäuren. Der genaue Prozentanteil bleibt hier leider ungewiss. Der maximale Bedarf wird im Allgemeinen mit ca. 5% festgesetzt.

Hämoglobin (getrocknet)

Bezeichnet den eisenhaltigen, roten Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen. Das Hämoglobin ermöglicht den Sauerstofftransport im Körper. Muss hier extra zugegeben werden, da das Fleischmehl keinen Blutanteil mehr enthält.

Leberhydrolisat

Aminosäurekomplex, getrocknete Leber, sehr proteinreich. Unbekannt bleibt hier aus welcher Tierart das Hydrolisat entstanden ist.

Rübenmelasseschnitzel

Nebenerzeugnis, das bei der Zuckergewinnung anfällt und durch Trocknung extrahierter, melassierter (mit Melasse überzogen, ebenfalls ein Nebenprodukt der Zuckerherstellung) Pressschnitzel von Zuckerrüben gewonnen wird. Billige Ballaststoffe.

 

Beim Barfen können wir hier aus einem sehr reichhaltigen natürlichen Angebot wählen – vergleichen Sie bitte das sich ein Hase, als exemplarisches Beutetier des Hundes, auch nicht von Rübenschnitzeln ernährt. Der wildlebende Hund / Wolf findet in dem Verdauungstrakt seines Beutetieres sehr viel wertvollere Ballaststoffe und pflanzliche Nahrungsmittel. So müssen beim B.A.R.F. und beim natürlichen Fressverhalten Vitamine nicht künstlich zugesetzt werden.

Sonnenblumenöl (0,75%)

Ist reichhaltig an Omega-6 Fettsäuren und wird daher nicht für die Hundefütterung empfohlen. Bei der Ölfütterung sollte vor allem auf die wertvollen Omega-3 Fettsäuren geachtet werden. Das schwedische Institut für Krebsforschung fand heraus das Sonnenblumenöl die Krebsentstehung um bis zu 60% begünstigen kann. In Versuchslaboren wird schon seit Jahren Sonnenblumenöl an Ratten zur Wachstumsbeschleunigung der Tumore gefüttert.

Apfeltrester

Billige Pressrückstände aus der Apfelweinkelterei

Volleipulver

Getrocknetes Ei (Eiweiß und Eigelb). Ob das Ei aus einer grausamen Käfig- oder Bodenhaltung, oder aus einer artgerechteren Freiland- oder BIO-Haltung stammt ist hier nicht genannt.

Natriumchlorid

Kochsalz (NaCl). Eine zu hohe Menge an Salz kann sich gesundheitsschädlich auf den Organismus auswirken – eine Mengenangabe wird für dieses Futter leider nicht angegeben. Salz wird auch als Geschmacksverstärker im Hundefutter verwendet. Der Rangfolge entsprechend kann abgeleitet werden, dass der Anteil an Kochsalz in diesem Futtermittel höher ist wie z.B. der des wertvollen Rapsöls. Die empfohlene Futtermenge für Salz in der Rohfütterung liegt bei 1x wöchentlich einer Prise, sofern dies nicht schon durch Leckerlis abgedeckt wird (Wurst/Käse). Das National Research Council (NRC) empfiehlt eine tägliche Mindestzufuhr von 13.3 mg/kg KG/Tag (NRC, 2006).

Hefe (getrocknet)

Bierhefe ist ein sehr guter Vitamin B Lieferant und kann während des Fellwechsels zugefüttert werden. Welche Hefeart hier Verwendung fand bleibt unklar. An Hunde, die unter Epilepsie leiden, darf Bierhefe nicht verfüttert werden. Dieser Hinweis fehlt. Leider ist Hefe einer der häufigsten Allergieauslöser beim Hund und muss daher vorsichtig an empfindliche Hunde gefüttert werden.

Kaliumchlorid

Chemische Verbindung mit Kalium. Ein Mangel an Kalium tritt in der Regel nur dann auf wenn der Hund lange an Durchfall oder Erbrechen leidet. Kalium ist in natürlicher und somit leicht verwertbarer Form in Gemüse, Obst und Fleisch vorhanden.

Rapsöl

Enthält wertvolle Omega-3 Fettsäuren, es hat entzündungshemmende Eigenschaften und wird daher gerne bei Arthrose-Patienten verwendet werden. Leider liegt der Anteil des Rapsöls hier nur bei 0,25%, also weit unter dem Anteil von Sonnenblumenöl.

Gerste fermentiert (0,2%)

Fermentgetreide ist ein durch Zugabe von Enzymen (Fermenten) aufgeschlossenes Gärungsprodukt. Fermentgetreide hält den Stoffwechsel aktiv, hilft die Darmbakterien in einem gesunden Zustand zu bewahren und ist reich an Vitaminen und Mineralien. Bei einem 20kg Hund beträgt die empfohlene, kurweise Futterbeigabe 20g – die von Happy Dog empfohlene Futtermenge für einen 20kg beträgt 250g, womit hier dann nur 0,5g Fermentgetreide in der Tagesfuttermenge enthalten wären.

Meeresalgen getrockent (0,15%)

Meeresalgen sind sehr reich an Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen, Calcium und Proteinen. Sie sind auch reich an Spurenelementen Jod, Kupfer und Zink (unter anderem wichtig für die Schilddrüsenfunktion). Es wäre wichtig zu wissen aus welcher Algenquelle dieser Zusatz stammt, da der Jodgehalt stark schwanken kann - Schilddrüsenbeeinflussung.

 

Bei Meeresalgen ist besonders darauf zu achten das das Produkt Schadstoffüberprüft wurde, da Meeresalgen mit Schwermetallen belastet sein können. Die durchschnittlich empfohlene Futterbeigabe für einen 20kg Hund beträgt jeden 2. Tag 1 TL Algenpulver (1TL entspricht ca. 1,5g) - auf die geratene Happy Dog Futtermenge entfallen nur 0,375g Meeresalgen tägl. für diesen Hund.

Leinsamen (0,15%)

Dieser Ballaststoff eignet sich als Mittel gegen Verstopfung und Entzündungen von Magen oder Darm. Leinsamen können vom Hund nur in aufgespaltener Form verwertet werden. Der Tagesfutteranteil an Leinsamen in Happy Dog Adult Medium fit und well für einen 20kg Hund entspricht nur 0,375g.

• Artischocke, Löwenzahn, Ingwer, Birkenblätter, Brennnessel, Salbei, Koriander, Rosmarin, Thymian, Süßholzwurzel, Muschelfleisch (getrocknet) (0,01%)

Keine Frage das es sich hierbei um wertvolle Kräuter und Wurzeln handelt, ebenso wie teures Muschelfleisch, doch können diese hier aufgrund des verschwinden geringen Anteils, ohne weitere Erklärung bleiben. Bei einer Tagesfuttermenge von 250g entspräche der Anteil an diesen Ergänzungen dann gerade mal 0,025g.

Kamille, Ulmenspierkraut, Bärlauch. (Kräuter gesamt: 0,14%)

Kamille wirkt grundsätzlich schmerzlindernd und entzündungshemmend. Ulmenspierkraut wird hauptsächlich zum Aromatisieren von Speisen und als Duftstoff verwendet. Ulmenspierkraut enthält u.a. Salicylate, Gerbsäuren, Flavonoide und ätherische Öle. Besonders die Salicylate haben eine schmerzlindernde Wirkung. Die Inhaltsstoffe wirken antibakteriell und antiviral, sie vermindern die Keimbesiedelung der Schleimhäute und fördern das Herz- Kreislaufsystem.

 

Bärlauch weist, ähnlich dem Knoblauch, viele gesundheitsfördernde Eigenschaften auf, doch gilt zu Bedenken dass Bärlauch, genauso wie Zwiebeln, Sulfurverbindungen enthält. Sulfurverbindungen schädigen indirekt die Zellwände der roten Blutkörperchen im Hund. Setzt sich dieser Schädigungsprozess ungehindert fort, kann dies zu einer Anämie führen.

 

Doch da die in diesem Futtermittel beinhaltet Menge dieser Heilkräuter in so geringer Menge vorliegt, kann man wohl kaum von einer wirkungsfähigen Dosierung ausgehen.

Ob Fleisch, Kalzium, Vitamine oder Mineralien, mit der eigenen Zubereitung des Futters für Ihren Hund, können sie aus einem reichhaltigen Angebot natürlicher Lebensmitteln wählen. Sie können über den gezielten Einkauf die Qualität und durch die Zubereitung die Quantität der einzelnen Lebensmittel bestimmen. Daher kann während der Futterzusammenstellung individuell auf die Bedürfnisse des Hundes eingegangen werden, z.B. bei einem Arthrose-Patienten oder Hunden mit anderen entzündlichen Gelenkerkrankungen wie HD und ED:

  • Auf Getreide verzichten
  • Vitamin C in Form von Hagebuttenpulver beifüttern
  • Ingwer beifüttern (schmerzlindernd)
  • Grünlippmuschelpulver in wirkungsfähiger Dosierung beifüttern
  • Viel Knorpel füttern – für eine ausreichende Kalziumversorgung
  • Brennesseln in wirkungsfähiger Dosierung beifüttern
  • MSM beifüttern – wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd und wirkt als Antioxidant
  • Vitamin E beifüttern, z.B. Weizenkeimöl zur weiteren Versorgung des Körpers mit Anioxidantien
  • Kieselerde beifütern, zur ausreichenden Versorgung mit Kieselsäure
  • Teufelskralle in wirkunsfähiger Dosierung beifüttern – wirkt entzündungshemmend und scherzlindernd

Auf die individuelle Anpassung an die Bedürfnisse des Hundes kann bei der Fütterung mit Fertigfutter kaum eingegangen werden.

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