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Futterplan Beispiel Franzi

Der Hintergrund

Franzi zeigt wiederkehrende Fressunlust, bis hin zur kompletten Verweigerung des Futters. Es wurde berichtet, dass wann immer Franzi das Futter verweigert auffällige Magen-Darmgeräusche wahrgenommen werden konnten. Durch den häufigen Futtermittelwechsel (auch Trockenfutter mit einem hohen Getreideanteil) kann bei einem schon geschwächten Darm eine chronische Magen-Darm Verstimmung entstanden sein. Der Verdacht liegt allerdings nahe, dass Franzi aufgrund Ihrer fatalen Aufzuchtprobleme zu wenig Muttermilch (Biestmilch) erhalten hat, was nachhaltig ihr Immunsystem und die Darmflora geschädigt haben könnte. Franzi wäre damit laufend übel, was sich auch in ihrem leicht motivationsunlustigen Verhalten im Haus wiederspiegelt. Empfehlenswert wäre allerdings eine große Kotanalyse durchführen zu lassen in der der Zustand von Franzi's Magen-Darm-Flora geprüft wird. Die weitere Vorgehensweise zur Ursachenfindung ihrer Fressunlust und den auffälligen Magengeräuschen sollte mit einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker besprochen werden, um mögliche Langzeitschäden oder Krankheiten wie z.B. eine Magenschleimhautreizung oder Erkrankungen an der Bauchspeicheldrüse auszuschließen. Aber auch um ihre Darmflora evtl. mit Darmbakterien oder Schüssler-Salze regenerierend zu unterstützen.

Nahrungsergänzungen

Mit folgenden Nahrungsergänzungen können Sie Franzi's Darmsanierung unterstützen:

  • gesäuerte Milchprodukte, z.B. LC1 Joghurt, Hüttenkäse, Buttermilch, Kevir (stärkt die Darmflora durch Milchsäurebakterien)
  • Heilerde (bindet Schadstoffe) 2-3x pro Woche 1 gestr. TL
  • Reines Aloe Vera Gel oder Saft (reinigt und nährt den Darm und stärkt das Immunsystem) tägl. 1 EL kurweise
  • Bierhefe (fördernde Stimulantien zur Herstellung optimaler Verhältnisse der Darmbakterien)
  • MSM (Methylsulfonylmethan) tägl. 1 geh. MSP kurweise
  • Trüber Apfelessig / 2x wöchentl. 1 EL

Die Umstellung:

Wir achten bei Franzi während der Umstellung auf magere Fleischarten, leicht verdauliche Knorpel statt stark mineralisierter Knochen und leicht verdauliche Obst und Gemüsearten. Gemüse mit Bitterstoffen können zur Förderung der Entgiftung vermehrt gegeben werden, diese wirken auch leicht Appetitanregend.
Mit welchem Fleisch beginnen: Pferd, Lamm, Geflügel, Wild, mageres Rindfleisch, – während der ersten 2 Wochen wird noch auf Innereien, grünen Pansen und Fisch verzichtet.
Mit welchen Knochen anfangen: Hähnchenhälse, Putenhälse, Rinderbauchknorpel.
Mit welchem Gemüse anfangen: Grüner Salat, Karotten, Gurke, Zucchini, Sellerie, Chicorée, Rucola, Löwenzahn
Mit welchem Obst anfangen: Bei Obst eignet sich für den Anfang Apfel, Banane, Honigmelone, Beeren. Besonders wertvoll während der Umstellungsphase ist die Papaya, da sie dem Körper Verdauungsenzyme zufügt.

Futtermengenformel



Gesamtfuttermenge in Gramm / Tag: 

 

870

entspricht 3% des Körpergewichts

Gemüse/Obst

 

261

30% der Gesamtfuttermenge

Reiner Fleischanteil

 

183

30% des Anteils an Fleisch und Knochen

Fleischige Knochen

 

426

70% des Anteils an Fleisch und Knochen

 

Regelmäßige Gewichtskontrolle und Rippentest ist absolut notwendig um eine rechtzeitige Anpassung der Gesamtfuttermenge zu gewährleisten. Es ist empfehlenswert in der Umstellungsphase ein Fütterungstagebuch zu führen (siehe Anhang) um festzuhalten WAS und WIEVIEL gefüttert wurde und wie Franzi es vertragen hat.

Die Grammangaben der unterschiedlichen Futterteile können in der Praxis entsprechend ab- bzw. aufgerundet werden.

Futterplan für die 1. Woche

Gefüttert wird Idealerweise nach dem Spaziergang. Nach der Fütterung sollte dem Hund mind. 30min Ruhephase für eine gesunde Verdauung gegönnt werden. Knochen machen durstig – bitte immer ausreichend Frischwasser zur Verfügung stellen. Auf Innereien und Fisch wird in der Umstellungsphase noch verzichtet, diese werden beigefügt wenn sich ihr Körper auf die Rohfütterung eingestellt hat. Nach der Umstellung, bitte die Regeln für die Zusammenstellung der Mahlzeiten beachten – siehe Leitfaden Kapitel IX Seite 28. Die Ausgewogenheit der Nährstoffe ergibt sich dadurch, dass innerhalb von ca. 1 Monat so abwechslungsreich wie möglich die Lebensmittel aus der Futterliste für den Speiseplan des Hundes Verwendung finden – siehe hierzu Leitfaden Kapitel V!

 

VIEL ERFOLG UND EIN LANGES GESUNDES HUNDELEBEN!

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